Im literarischen Kunstprojekt „Emil Barth“ verortet der Künstler wolf de haan (Wolfram Schneider-Mombaur) mit Zitatsteinen den in Vergessenheit geratenen und zu seiner Zeit keineswegs unbedeutenden Haaner Literaten neu im öffentlichen Bewusstsein.
Bereits im September 2019 wurde vom Rat der Stadt Haan sein literarisches Kunstprojekt einstimmig beschlossen und wird seit 2021 in Kooperation mit der Bürgerstiftung umgesetzt. Es wird im Rahmen der neuen Pflasterung der Innenstadt Schritt für Schritt realisiert.
Der Schriftsteller Emil Barth wurde 1900 in Haan geboren und verbrachte seine Jugend in der Gartenstadt. Er war Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. 1948 erhielt er den Immermann-Preis der Stadt Düsseldorf, 1953 den Großen Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen. 1956 erhielt er die Ehrengabe der Thomas-Mann-Stiftung und Ehrengabe zum Bayerischen Literaturpreis sowie 1957 die Ehrengabe der Hermann-Hesse-Stiftung. Barth starb am 14. Juli 1958 in Düsseldorf.
Bis Ende 2025 wurden insgesamt 13 Zitatsteine sowie der neue Emil Barth-Brunnen am Alter Markt realisiert.
14. Zitatstein am Neuen Markt
Emil Barth macht Halt am Neuen Markt in Haan – vor der Schwanenapotheke.
Unternehmerin und Apothekerin Dr. Ulrike Peterseim ermöglicht den 14. Zitatstein als Zeichen der Verbundenheit der Apothekentradition ihrer Familie zu Emil Barth und seinem Haan. Die Zitatsteinverlegung fand im November 2025 statt. Auch dieses Zitat stammt aus dem Roman „Wandelstern“.
„Der durch die Stromschnellen des Lebens das Gut der Heilung trug“
13. Zitatstein unter den Kastanien
Die Eduard Kronenberg GmbH spendet den 13. Zitatstein an der Königstraße, neben dem Park Ville D’Eu. Verlegt wurde dieser Zitatstein im Oktober 2025. Das kurze Zitat stammt aus Emil Barths Gedicht „Nachtstunde/Tigermuschel“.
„Als fest in Haan verwurzeltes Unternehmen unterstützt EK Eduard Kronenberg GmbH gerne zusammen mit der Bürgerstiftung das anerkennenswerte Projekt des Haaner Künstlers Wolf de Haan. Ehrenamtliches Engagement für Kultur, Gemeinschaft und Lebensqualität ist ein Gewinn für unsere Stadt….“ so Ralf Kronenberg bei der Steinverlegung.
„Laternenschimmer bebt durch die Kastanien“
12. Zitatstein auf der Friedrichstraße
Engagierte Einzelhändler erinnern mit dem 12. Zitatstein an Emil Barth! Verlegt wurde der Stein im Juli 2025 auf der Friedrichstraße unter Teilnahme aller Sponsoren: Selcuk Karademir von Karabusta, Nicole Meyerhenke vom gleichnamigen Fotogeschäft, Dirk Kluthe von Zigarren Fischer, Mustafa Özdemir vom Rathausgrill und Patrick Robertz vom Reisebüro. Die Einzelhändler und Gastronomen zeigen hier – auch in schwierigen Zeiten – bereits seit vielen Jahren Präsenz.
Dieses Zitat stammt aus Emil Barths Gedicht „Auf der Terrasse“.
„Siehe mein Freund, ich bleibe noch eine Weile„
11. Zitatstein an der Eiche am Alten Markt
Für den elften Zitatstein des literarischen Kunstprojekts „Emil Barth auf Schritt und Tritt“ wählte Initiator wolf de haan ein Zitat aus dem Prosatext „Das Wiedersehen“. Mit den zahlreichen Sitzgelegenheiten rund um die alte Eiche ist dieser Ort zu einem beliebten Treffpunkt in Haan geworden. Verlegt wurde dieser Stein im November 2024.
Der Haaner Paul Rath erklärte sich im Namen der von ihm verwalteten Christoph-Rath-Stiftung spontan bereit, die Patenschaft für diesen Stein zu übernehmen. Die Stiftung entstand im Andenken an Christoph Rath, der sich zeitlebens sozial und kulturell engagierte. Sie wird heute von seinem Bruder Paul Rath geführt und fördert Projekte, die dieses Engagement weitertragen.
„Hier ist es recht hübsch, ich sitze hier gerne,
es ist immer so lebhaft!“
10. Zitatstein und der Bücherschrank
Im September 2024 wurde nun der dritte von der Kultur- und Sozialstiftung der Stadt-Sparkasse Haan gespendete Zitatstein verlegt. Das EMIL BARTH-Projekt wächst weiter. An einem häufig besuchten Ort in der Innenstadt – vor dem öffentlichen Bücherschrank an der Friedrichstraße – präsentiert sich nun ein weiter Zitatstein, verlegt vom Steinmetzbetrieb Kartz.
Stellvertretend waren Walter Drennhaus (Vorsitzender des Kuratoriums der Kultur- und Sozialstiftung der Stadt-Sparkasse Haan) und Mark Krämer (Vorstand der Stadt-Sparkasse Haan und Kuratorium der Kultur- und Sozialstiftung) bei der Zitatsteinverlegung anwesend.
„Vor glücklicher Erregung konnte ich den Kasten kaum öffnen:
Welten von Druckwerken barg er mir!“
9. Zitatstein: der neue Brunnen am Alten Markt
Nachdem bereits acht Zitat-Steine die Haaner Innenstadt bereichern, gesellt sich im Juli 2024 der Emil Barth-Brunnen am Alten Markt, im Herzen der Haaner Innenstadt und an einem der beliebtesten Plätze, hinzu. Nur wenige Schritte von Emil Barths ehemaligen Wohnhaus entfernt, präsentieren sich Stadtgeschichte und literarische Spuren Emil Barths in neuer Form. Dort zwischen Café Karabusta und Café König bekommt der Begriff “Kaffeehaus-Kultur” in Haan eine ganz neue Bedeutung! Dieses Zitat stammt aus dem kurzen Barth-Essay mit dem Titel „Am Brunnenrand“.
Die Kosten für die beiden Inschriften übernehmen die Stadt Haan sowie die Bürgerstiftung für Haan & Gruiten.
„O der Brunnen des Anfangs: Das Wort“
8. Zitatstein an der Kaiserstraße
Das EMIL BARTH-Projekt wächst weiter. Der zweite von insgesamt drei gespendeten Zitatsteinen der Kultur- und Sozialstiftung der Stadt-Sparkasse Haan wurde im Juni 2025 an der Kaiserstraße, vor der Buchhandlung Rüger, vom Steinmetzt Tobias Kartz verlegt.
Stellvertretend war Mark Krämer (Vorstand der Stadt-Sparkasse Haan und Kuratorium der Kultur- und Sozialstiftung) bei der Zitatsteinpräsentation dabei.
„Allein die Strasse war unerschöpflich;
ein Ort und Durchgang bewegtesten Lebens…“
7. Zitatstein und Lilientor
Der 7. Zitatstein in Haan wurde am „Anna Lena-Haus“ (ehemalig Liefering) an der Kaiserstraße 20 im März 2024 eingeweiht und von der Kultur- und Sozialstiftung der Stadt-Sparkasse Haan gespendet; gefertigt wurde er wieder vom Haaner Steinmetz Tobias Kartz. Das Zitat nimmt Bezug auf die immer noch im Hinterhof befindliche Schmiede, in der auch das eiserne Hoftor geschmiedet wurde, dessen handwerkliche Vollkommenheit Emil Barth nachdrücklich beeindruckt hat. In seiner Ode vom Schmieden nimmt er Bezug auf genau dieses Tor: „Wer schönes schafft, der hingeben Werkende, er überwindet friedlich und unscheinbar, die schnell Zeit. Noch lange blühen die eisernen Lilien des Gartentores.“
Stellvertretend sind Walter Drennhaus (Vorsitzender des Kuratoriums der Kultur- und Sozialstiftung) sowie Mark Krämer (Vorstand) bei der Zitatsteinpräsentation dabei.
„Noch lange blühen die
eisernen Lilien des Gartentores.“
6. Zitatstein vor der Stadtbücherei am Neuen Markt
Das Projekt wächst weiter. Das erste Mal hat nun eine Haaner Familie einen Zitatstein für das Emil-Barth-Kunstprojekt gesponsert – zu finden vor der Stadtbücherei seid November 2023. Das Zitat stammt aus dem Buch „Der Wandelstern“. Wir sagen herzlich „Vielen Dank“ an Gabriele und Harald Hientzsch.
„Alle Welt liest das jetzt…“
5. Zitatstein vor dem Max-Barth-Haus an der Kaiserstraße
Im Juni 2023 wird an der Kaiserstraße 53 vor dem denkmalgeschützten Max-Barth-Haus der fünfte Zitatstein verlegt – gefördert von der Anton-Betz-Stiftung der Rheinischen Post. Das – von der Stiftungsvorsitzenden Frau Dr. Esther Betz persönlich ausgewählte – Zitat aus dem Gedicht „Dem Tage zu“ nimmt Bezug auf Barths Kindheitserinnerungen an den Blick aus seinem Elternhaus und die damals dort vorbeifahrende Straßenbahn. Damit wächst das literarische Erinnerungsprojekt um einen weiteren authentischen Ort aus dem Leben des Dichters.
„Durch den Strahlenschrei des eisernen Hahns,
Wenn sein Kamm flammt vor Morgenröte,
Schneidet das Kreischen der Straßenbahnen.“
4. Zitatstein vor der Evangelischen Kirche
Der 4. Zitatstein wurde im Oktober 2022 vor der evangelischen Kirche verlegt. Sponsor ist die Evangelische Kirchengemeinde, die mit dem Zitatstein der Gemeinde ein Stück Haaner Geschichte schenkt. Das Zitat stammt aus Emil Barths Roman „Der Wandelstern“.
„Ein dumpfer Glockenschlag fiel vom Turm,
und zögernd drang… wie aus weiter Ferne
das Morgenläuten“
3. Zitatstein auf dem Alten Kirchplatz am Hallenbad
Im Juni 2022 wurde auf dem alten Kirchplatz, wo heute das Hallenbad steht, der 3. Zitatstein von Emil Barth verlegt. Die damaligs sehr lebendige Kaiserstraße wurde von ihm als eine einzige Vergnügungsstraße bezeichnet. Auch wenn viele HaanerInnen das Zitat heute eher kritisch sehen dürften: Es beschreibt einen Zustand, bei dem alle noch den täglichen Bedarf vor Ort gedeckt haben.
„Vom alten Kirchplatz bis zum Windhügel,
eine einzige rauschende Vergnügungsstrasse“
2. Zitatstein vor der Sparkasse und Bäckerei
Der 2. Zitatstein wurde im September 2021 auf dem Vorplatz der Stadt-Sparkasse Haan verlegt. Die Sponsoren sind die Stadt-Sparkasse Haan sowie Ihr Bäcker Schüren. Das Zitat stammt aus dem Buch „Das verlorene Haus“ von Emil Barth.
„Brot jedoch war bis zum geringsten Krüstchen mit Ehrfurcht zu behandeln“,
1. Zitatstein am Park Ville d’Eu
Der 1. Zitatstein wurde im Mai 2021 im Eingangsbereich zum Park Ville d’Eu verlegt und von der Stadt Haan finanziert. Es handelt sich hier um ein Zitat aus dem Gedicht „Besuch in der Heimat“. Damit startet das literarische Kunstprojekt „Emil Barth auf Schritt und Tritt“ von wolf de haan (Wolfram Schneider-Mombaur) in Kooperation mit der Bürgerstiftung für Haan & Gruiten.
„Wiederkehrend als Gast,
eingeladen von meinem engsten Heimweh,
dem alles gehört, geh ich umher“






























